A. Univ.-Prof. Dipl.- Ing.

Dr. techn. Hans Peter Aubauer MSc

Leiter der Arbeitsgruppe Umweltphysik

am Institut für Materialphysik

der Universität Wien

„Die Freiheit der Wirtschaft begrenzt die Freiheit der Menschen, die eigene Zukunft zu gestalten. Beispielsweise darf sich entsprechend dem Herkunftslandprinzip der EU bzw. dem Freihandel keines ihrer Mitgliedsländer gegen den Import von Produkten wehren, die in einem anderen zum Verkauf zugelassen wurden.

Aufgrund ihrer Wettbewerbsvorteile setzen sich so die Güter mit den niedrigsten ökologi­schen und sozialen Standards durch. Die billigen Importe unterlaufen alles und  begrenzen die Möglichkeiten immer mehr, die eigene Wirtschaft ökologischer und sozialer zu gestalten.

Entsprechend dem Bestimmungslandprinzip sollte dagegen jedes Land die Normen und Standards der in ihm angebotenen Produkte selbst bestimmen können. Dies würde kostengerechte Preise ermöglichen: Erwünschte Erzeugnisse  (etwa ökologische und soziale) würden billiger und so teuer gemachte, unerwünschte vom Markt verdrängen.

Eine den Österreichern aufgezwungene EU-Verfassung ignoriert das Selbstbestimmungs­recht der Völker. Jedes Volk hat das Recht, frei - also unabhängig von ausländischen Einflüssen - über seinen politischen Status und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Der EU-Verfassungsentwurf muss daher unbedingt einer Volksabstimmung in Österreich und den anderen EU-Mitgliedsländern unterzogen werden!“

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